Blaue Kinderstuehle mit Kissen in Wartezimmer am MoVA

Ausbildung Kinder- und Jugendpsychotherapeut Hamburg

Ausbildungsbausteine – Kinder- und Jungendpsychotherapeut Hamburg

Wir möchten Sie darin unterstützen, erfolgreiche Therapeuten für Kinder und Jugendliche zu werden! Das Ziel der Ausbildung ist daher nicht nur eine erfolgreich absolvierte Approbationsprüfung, sondern auch die Entwicklung einer eigenen Therapeutenpersönlichkeit.
Das erreichen wir mit Hilfe unserer qualitativ hochwertigen theoretische Ausbildung mit intensiver Prüfungsvorbereitung und einer intensiven Begleitung durch die praktischen Bausteine. 

1. Theoretische Ausbildung (TA)

  • Dauer: 600h, die sich auf zwei Jahre verteilen: 
    • 200h Grundausbildung
    • 400h Vertiefte Ausbildung
  • Ziel der TA: Dieser Teil der Ausbildung vermittelt Ihnen theoretische Inhalte und praktische Kompetenzen
  • Inhalte:
    • Grundausbildung (200 Stunden):
      • Entwicklungs-, sozial-, persönlichkeits- und neuropsychologische Grundlagen normalen und abweichenden Verhaltens im Kindes- und Jugendalter     
      • Konzepte über Entstehung, Aufrechterhaltung und Verlauf psychischer und psychosomatischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter     
      • Methoden und Erkenntnisse aus der Säuglings- und Kleinkindforschung     
      • Diagnostik und Differenzialdiagnostik einschließlich Testverfahren zur Abgrenzung verschiedener Störungen von Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist 
      • Geschlechtsaspekte und Entwicklungspsychopathologie verschiedener Entwicklungsphasen im Kindes- und Jugendalter     
      • Aspekte psychischer Störungen in Familien und Gruppen     
      • Prävention und Rehabilitation     
      • Medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse     
      • Differenzielle Indikationsstellung wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren     
      • Dokumentation und Evaluation
      • Berufsethik und Berufsrecht     
    • Vertiefte Ausbildung (400 Stunden)
      • Diagnostik, Anamnese, Indikationsstellung und Fallkonzeptualisierung     
      • Gestaltung der Rahmenbedingungen in der Arbeit mit Patient und Bezugspersonen     
      • Gestaltung von Therapiemotivation und Umgang mit Widerstand des Kindes oder des/der Jugendlichen in der Therapie     
      • Konzepte und Anwendung begründeter Methoden in der Psychotherapie     
      • Gestaltung von Kurz- und Langzeittherapie 
      • Krisenintervention bei Kindern, Jugendlichen und Bezugspersonen     
      • Gesprächsführung mit Bezugspersonen und deren Einbindung in den Therapieprozess     
      • Störungen der Eltern-Kind-Beziehung in der Säuglingszeit 

2. Praktische Tätigkeit I und II (PT I & PT II)

  • Dauer: ca. 1,5 Jahre
    • 1200 Stunden im Bereich der klinischen psychiatrischen Versorgung
    • 600 Stunden innerhalb der psychotherapeutischen psychosomatischen Versorgung
  • Ziel der PT: Während Ihrer Praktischen Tätigkeit (PT) erwerben Sie diagnostische und praktische Kompetenzen im Bereich der stationären und teilstationären Patientenbehandlung
  • Ablauf: Über eine Zeitdauer von insgesamt ca. anderthalb Jahren absolvieren Sie in einer unserer Kooperationskliniken(Link) 1.200 Stunden im Bereich der klinischen psychiatrischen Versorgung und 600 Stunden innerhalb der psychotherapeutischen psychosomatischen Versorgung.
  • Für die Praktika arbeiten wir mit verschiedenen Kooperationskliniken(Link) zusammen. Unser leitender Psychologe unterstützt Sie bei der Suche und Auswahl eines geeigneten Praktikumsplatzes.

3. Praktische Ausbildung (PA)

  • Dauer: 600 Stunden
  • Ziel der PA: In mindestens 600 Stunden Therapie erarbeiten Sie sich Schritt für Schritt das Handlungswissen, welches Ihnen eine erfolgreiche Tätigkeit als Psychotherapeut ermöglicht. 
  • Inhalt: Die ambulante Behandlung von Patienten in unserer Ausbildungsambulanz ist zentrales Lernfeld. Sie arbeiten therapeutisch mit hoher Eigenverantwortung unter Supervision (SV). 
  • Ablauf und Organisation:
    • Die Patienten werden zunächst von leitenden Psychologen des MoVAs innerhalb einer Erstgesprächsdiagnostik gesehen und den Ausbildungstherapeuten je nach individuellem Lernstand zugeteilt. 
    • Während Ihrer Ambulanzzeit stehen Ihnen jederzeit approbierte Psychologische Psychotherapeuten des MoVAs für Fragen und Anliegen zur Seite.
    • Sollten während der Therapie ernsthafte Probleme auftreten, sind Sie nicht allein. In unseren Ambulanzen sind erfahrene leitende Psychologen für Sie da und unterstützen Sie tatkräftig! 

4. Supervision (SV)

  • Dauer: 150 Stunden
  • Ziel der SV: Eine beständige Unterstützung und Reflexion Ihres therapeutischen Handelns. Mittels speziell strukturierter Fallvorstellungen, der Analyse von Videosequenzen und der gezielten Mischung von Einzel- und Gruppensupervision unterstützen wir Sie dabei, die Behandlung angemessen zu planen und gut strukturierte Berichte zu erstellen.
  • Ablauf und Organisation:
    • 100h der SV finden in der Gruppe statt und 50h im Einzelkontakt mit dem Supervisor. 
    • Nach jeder vierten Therapiesitzung reflektieren Sie mit einem Supervisor (ein Therapeut, der über langjährige Erfahrung verfügt) den Stand der Patientenbehandlung. 
    • Ihre Supervisoren unterstützen Sie bei der Planung und Durchführung der Therapien und begleiten Sie über den gesamten Behandlungsverlauf. 
    • Sie haben mindestens drei verschiedene Supervisoren, wodurch Sie die Möglichkeit haben, unterschiedliche Therapeutenpersönlichkeiten und -modelle kennenzulernen.
    • Sie können sich darauf verlassen, dass Ihnen Ihre Supervisoren in schwierigen Situationen immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. 

5. Selbsterfahrung (SE)

  • Dauer: 120 Stunden
  • Ziel der SE: Die Selbsterfahrung dient dazu, dass Sie in einem sicheren Rahmen Ihre eigenen Einstellungen und Muster besser kennenlernen. Jeder Mensch bringt ganz individuelle Lernerfahrungen mit. Diese wirken sich immer auch auf psychotherapeutische Interaktionsprozesse aus.
    Daher erhalten Sie in den Selbsterfahrungsveranstaltungen die Gelegenheit, sich bewusst mit sich selbst auseinanderzusetzen. Sie lernen, bewusster mit eigenen emotionalen und kognitiven Reaktionen umzugehen und Ihr Verhalten in den Therapien mit Ihren Patienten zielgerichteter zu steuern.
  • Ablauf und Organisation: Die Veranstaltungen finden entweder mit dem gesamten Kurs oder in Kleingruppen statt. Themen, um die es geht, sind beispielsweise:
    • Selbstfürsorge, herausfordernde Patienten, Vorbehalte gegenüber/ Vermeidung von bestimmten therapeutischen Situationen
    • Reflexion der eigenen Biografie, Entwicklung des eigenen therapeutischen Stils, interaktionelle Muster
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